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Pilzarten - Der Rosenseitling (Pleurotus djamor, syn Pleurotus salmoneostramineus)

Rosenseitling
Inhaltverzeichnis

Hauptmerkmale und Verwechslungsmöglichkeiten

Wer den Rosenseitling, der wegen seiner Farbe auch gerne Flamingoseitling genannt wird, zum ersten Mal sieht, könnte ihn für eine rosafarbene Varietät des Austernseitlings halten. Die beiden Pilze sind als Seitlinge auch durchaus verwandt, beim Rosenseitling handelt es sich aber um eine eigenständige Art.

Die Fruchtkörper des Rosenseitlings bilden büschelige bis dachziegelartige Strukturen aus. Die Hüte können eine Breite von bis zu 10 cm erreichen, sind flach bis konvex geformt, fächerartig und besitzen einen recht kurzen Stiel. Die am Stiel weit herablaufenden Lamellen sind relativ breit, engstehend und mit Zwischenlamellen. Die Farbe von Hut und Lamellen ist rosa, mit manchmal einem Stich ins gelbliche. In den Tropen und Subtropen, wo der Rosenseitling ursprünglich herstammt, gibt es auch weiße und hellgraue Varietäten. Die Oberfläche des Pilzes fühlt sich samtig bis filzig an.

Der Rosenseitling besitzt einen charakteristischen, von manchen Menschen als „streng“ empfundenen Geruch, der seiner Verwendung in der Küche aber nicht abträglich ist.

Durch die Kultivierung des Rosenseitlings hierzulande kann dieser inzwischen auch in europäischen Wäldern gefunden werden. Durch die vielfältigen Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Seitlingen kann aber zu einem Sammeln durch Nichtfachmänner nicht geraten werden.

Geschichtliches

In Ostasien und besonders in Japan hat die Zucht dieses Pilzes eine lange Tradition, früher wurden Baumstümpfe und Holzbalken als Substrat genutzt. Weiteres Substrat, dass zur Zucht verwendet wird, sind feine Holzabfälle von Laubbäumen, wie Erle, Buche, Weide und Pappel.

Pilzmännchen-Rezept-Tipp

Verwendung in der Küche

Der gebratene Rosenseitling überrascht durch seine Speck- und Lachsschinken-Aromen und wird daher von Kennern dieses Zuchtpilzes gerne erworben. Das Fleisch des Pilzes verfärbt sich bei der Zubereitung von rosa nach orange.

Ernährungswert

Genaue Untersuchungen zu den Inhaltsstoffen des Rosenseitlings liegen leider nicht vor, aber durch die Verwandtschaft zum Austernseitling sollten auch ähnliche und in der Menge ähnlich viele Inhaltsstoffe vorhanden sein. So enthält er z. B. auch in größeren Mengen Vitamine der B-Familie.

Ökologie

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Rosenseitlings sind die Tropen und Subtropen Asiens und Amerikas: Japan, Hawaii, Südostasien, sowie Süd- und Lateinamerika. Dort werden vor allem Harthölzer wie Palmen, Gummibäume und Bambus als Substrat verwertet. Er verursacht eine Weißfäule, indem er den Ligninanteil des Holzes abbaut. Dabei ist er auf hohe Temperaturen von 20–30 °C angewiesen, sowie auf einen hohen relativen Feuchtigkeitsgehalt des Substrates von 95–100 %.

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